Schwester Pauline in Brasilien

Schwester Pauline, eine Schwester der Caritas Socialis, und unserer Pfarre eng verbunden, lebt seit vielen Jahren in Brasilien, wo sie sich besonders für “Müllmenschen” einsetzt. Gemäß der Ordensgründerin Hildegard Burjan versucht sie Menschen wieder auf eigene Füße zu stellen.

Originalzitat Hildegard Burian
Jedem einzelnen muß bewußt sein, wie sehr die Menschen aufeinander angewiesen sind, wie verantwortungsvoll jede einzelne Handlung ist. Mit Geld oder Kleinigkeiten ist einem Menschen nicht geholfen. Man muß ihn wieder auf die Füße stellen und ihm die volle Überzeugung geben: Ich bin jemand und ich kann etwas leisten.

Die Schwesterngemeinschaft konnte ein Haus anmieten, wo die Kinder der Müllsammler tagsüber betreut und mit Essen versorgt werden. Auch die Müllsammler bekommen ein warmes Essen, am Nachmittag wird der Müll sortiert, am Abend kann die Familie wieder gemeinsam nach Hause gehen. Die meisten konnten ihr Einkommen verdoppeln oder sogar vervierfachen. Die größte Freude für die Schwestern ist, den Menschen wieder Lebensmut zu geben. Ein Mann sagte nach ein paar Tagen als Müllsammler der Pfarre: “Ich war arbeitslos und sah mich gezwungen, Müll zu sammeln, die Menschen haben mich als Lumpen behandelt. Seit ich mit dem Zugwagen der Pfarre und in der Uniform gehe, grüßen mich die Leute und sagen: "Warte ein bisschen, ich habe den Müll für dich sortiert."

Ein Anfang ist gemacht, doch vieles muss noch verbessert werden: z.B. werden Müllpressen, Lagerhäuser und neue Grundstücke dringend gebraucht, um den Müll direkt an Firmen ohne Zwischenhändler verkaufen zu können.