Mitten in der Schöpfungszeit

Eine Bestandserhebung

Ernte

Der Zeitraum vom 1. September bis 4. Oktober 2012 wird auf Empfehlung des Ökumenischen Rates der christlichen Kirchen, dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Auch bei uns in der Pfarre schließen wir uns mit dem Dank für den schönen Sommer und die reiche Ernte an. Die Schöpfung fällt uns zu von Anfang an, ist Gottes Geschenk. Wir müssen aber hart arbeiten, damit geerntet und bewahrt werden kann. So manches verwirken wir durch Übernutzung und Gedankenlosigkeit.

Wir möchten Sie diesmal in der „Schöpfungszeit“ über die Ergebnisse unserer Arbeit im Rahmen des EMAS-Prozesses informieren. „EMAS“ ist ein europäisches Umweltmanagement- und Betriebsprüfungssystem für Betriebe und Institutionen. Die Teilnahme am Programm wurde vom Pfarrgemeinderat beschlossen und vom Verein zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit mit Workshops und Beratung unterstützt.

Unsere Pfarre hat für die vergangenen vier Jahre die Bereiche Heizwärme, elektrische Energie, Wasser, Papier, Abfall und Reinigung nach einer vorgegebenen Methode überprüft.

Wir wissen jetzt, dass wir im Jahr 2010 aus dem Verbrauch von Heizwärme und Strom 57 Tonnen CO2 emittiert haben, (2011 etwas weniger). Diese Emissionen wollen wir bis 2014 um 10% sen-ken. Der Weg dazu führt u. a. über bauliche Maßnahmen, die im Rahmen der laufenden Kirchensanierung, etwa durch Austausch der Fenster in der Priestersakristei gesetzt wurden. Andere Möglichkeiten liegen in der Art der Nutzung unserer Pfarrräume, die je nach Standort der Räumlichkeiten große Unterschiede in der Energieeffizienz aufweisen. Die sanierten Pfarrräumlichkeiten am Kardinal-König-Platz zeigen die besten Effizienzwerte, gefolgt vom Alten Pfarrhof und mit Abstand dem Gebäude Steinlechnergasse, einem Bau aus 1959/1960. Unter Mithilfe aller NutzerInnen soll versucht werden, durch Informationsgespräche und angepasste Handhabung der vorhan-denen Heizanlagen, und durch kontinuierliche Raumtemperaturmessung Erfahrungen zu sammeln, wie wir weniger Energie verbrauchen, ohne dass jemand frieren muss.

Ein erfolgreicher Bereich ist die Mülltrennung. Da danken wir Ihnen für Ihre Mitwirkung – im Pfarrkaffee funktioniert das ja schon gut, und auch in den Jugendhäusern sehen wir Fortschritte. Unsere Pfarrfeste sind „müllärmer“ geworden dank der Unterstützung des Festausschusses.

Derzeit bereiten wir uns auf das EMAS-Audit am 19. Oktober vor. Im Rahmen einer Umwelterklärung, die wir danach veröffentlichen werden, können Sie das gesamte Umweltprogramm unserer Pfarre im Detail kennen
lernen.

Sprechen Sie uns an, wir freuen uns über Ihre Rückmeldung!

Renate Meissl und das Umweltteam: Wolfgang Hitzigrath, Christel Knöfler, Gunther Liebhard, Christine Meissl, Erich Machu, Beatrice Unterberger