Aschermittwochs-gottesdienst Mi., 18 Feb. 18:30

Exerzitien Do., 19 Feb. 18:30

Fastentuch Sa., 21 Feb. 18:00

Exerzitien Do., 26 Feb. 18:30

Frauengebet Fr., 27 Feb. 10:30

Exerzitien Do., 5 März 18:30

Weltgebetstag der Frauen Fr., 6 März 18:30

Exerzitien Do., 12 März 18:30

Frauengebet Fr., 13 März 10:30

Exerzitien Do., 19 März 18:30

Exerzitien Do., 26 März 18:30

Frauengebet Fr., 27 März 10:30

Frauengebet Fr., 10 Apr. 10:30

Frauengebet Fr., 24 Apr. 10:30

Frauengebet Fr., 8 Mai 10:30

Liebe Pfarrgemeinde am Lainzerbach,
die Weihnachtszeit hat schon im Januar mit dem Fest der Taufe Jesu ihr Ende gefunden. Seitdem sind wir in der Zeit im Jahreskreis angekommen, die uns auch jetzt im Februar begleitet. Aber gleich am 2. Februar erwartet uns das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess), das unseren Blick noch einmal auf den neugeborenen Jesus richtet. Früher bildete es den Abschluss des Weihnachtsfestkreises; manche lassen Krippe und Christbaum deswegen bis an diesen Tag stehen. Vierzig Tage nach seiner Geburt bringt Maria ihr Kind in den Tempel (Lk 2,22–40). In der Bibel steht die Zahl 40 oft für die Zeitspanne, die nötig ist, damit sich etwas ordnen und festigen kann. Lichtmess ist deshalb eine Wegmarke im Februar. Es lädt ein, kurz innezuhalten und das Licht von Weihnachten noch einmal bewusst wahrzunehmen, bevor der Weg weiterführt.
Wir hören von Simeon, einem alten Mann, der das Kind Jesus als den Messias erkennt und sagt: „Dieses Kind ist ein Licht für alle Völker.“ – Gott kommt nicht nur für einen kleinen Kreis, sondern für die ganze Welt. Die Kerzensegnung an Lichtmess erinnert daran, dass Christus Licht für die Welt ist.
Im weiteren Verlauf des Kirchenjahrs begegnet uns diesen Monat noch eine 40er-Einheit: die österliche Bußzeit – „Quadragesima“. Am Aschermittwoch beginnt sie. Und wo Weihnachten an Lichtmess noch nachklingt, da wirft Ostern in der Fastenzeit bereits seinen Schatten voraus. Es ist bereits eine österliche Zeit – die Frage ist: Was hindert uns, mit Christus, dem Auferstandenen und Lebendigen, zu leben? Und vielleicht sind die 40 Tage ausreichend, um einmal etwas Neues auszuprobieren, das uns näher zu ihm bringen könnte.
In diesem Jahr wird es wieder ein besonderes Fastentuch in der Konzilsgedächtniskirche geben. Am 21. Februar wird dazu eindrucksvolle Musik erklingen; ein akustisches Fastentuch. Musik und Fastentuch, beides kann helfen, die kommende Fastenzeit nicht als Last zu sehen, sondern als Chance zu ergreifen.
Ihr Manfred Grimm SJ
P.S.: Bei der Krippe in Lainz wurde uns übrigens beim Abbauen von Unbekannten geholfen (bereits weit vor Mariä Lichtmess), die unterschiedliche Figuren, vom Hirten bis zum Hl. Josef, mitgenommen haben. Wenn Sie zufällig nicht mehr benötigte Krippenfiguren zu Hause haben, könnten diese nächstes Jahr bei uns einer neuen Verwendung zugeführt werden…

Liebe Pfarre,
Wie steht es mit den Neujahrsvorsätzen? Wenn Sie unser Blatt schon im Dezember lesen, dann haben Sie vielleicht noch etwas vor. Wenn Sie es aber erst im Jänner in Händen halten, dann ist der ganze Hype um den Jahreswechsel auch schon wieder ‚kalter Kaffee‘ (in Deutschland ist das eine Redewendung, wobei in Österreich eher ‚Schnee von gestern‘ verwendet wird).
Mir kommt es so vor, dass wir schon im Dezember ganz viel Neues gewagt haben. Aktionen von der Jugend und in der Jugend – einfach super. Orgelprojekt gestartet – großartig. Rorate-Messen am Abend mit Punsch und Besinnung – gut angenommen. Was bleibt da für 2026?
Der Pfarrer hatte die Hoffnung, dass Routine einsetzt. Im guten Sinn ein dynamischer Trott. Ein Mitbruder hat mir diesen Zahn gezogen. Er sagte, dass es in der Pfarre nie eine Routine geben kann, vielleicht nur eine bessere Anpassung an die Veränderungen. Und so haben wir auch für 2026 wieder einiges in Vorbereitung. Es ist ein Besinnungs-nachmittag in der Fastenzeit geplant. Ein neues Pixibuch erscheint. Wir wollen an der Sichtbarkeit der Kanzlei und unserer anderen Räume arbeiten. In der Buchhaltung wollen wir Dinge anders machen. Dieses Mitteilungsblatt wird mit einer anderen Software geschrieben. Die Geburtstagskinder erhalten Marmelade und keinen Sekt mehr. Die Statuen von Jesus und Maria sollen wieder Kronen bekommen.
Im Sommer wird die Pfarrkanzlei zweimal umziehen, weil der Umbau des KKH auch uns betrifft. Der Kirtag soll ein ÖKO-Event werden. Vielleicht gibt es endlich die neue Webpage. Über eine Podcast-Serie wird auch schon gesprochen. Und das sind nur die Sachen, über die wir uns zu sprechen schon trauen.
Ist das zu viel? Wir denken nicht. Verkündigung ist auch Öffentlichkeits-arbeit und viele der Aktionen sind direkt nach Außen gerichtet. Und der Pfarrer ist ein Ingenieur. Zu diesem Berufsbild gehört das Erfinden. Interessant sind im Baugeschäft die Sondervorschläge und klar, dann gehört das Abarbeiten auch zum Job. Haben Sie eher Lust auf Neues, Risikoreiches, Spannendes oder eher auf das Bewährte, das man mit viel Liebe weiterentwickelt und so Heimat ist?
Aber eigentlich geht es gar nicht so darum, dass die Pfarre macht, was der Pfarrer will. Vielleicht kommen wir 2026 ins Gespräch darüber, was wir wollen. Ein Freund gab den Hinweis, dass das auch sehr vielfältig sein kann. Eine Sektion des Notwendigen, ein Bereich der Alleinstell-ungsmerkmale und dann die Ideen-Werkstatt. Werden wir uns in der Ideen-Werkstatt treffen?
Ihr Pfarrer Stefan Hengst SJ

Liebe Pfarre,
Alle Jahre hören wir im Evangelium am Ersten Adventsonntag von Katastrophen und schweren kosmischen Erschütterungen. Das passt so gar nicht zur „gefühlten“ heimeligen, punsch- und glühweinseligen (Vor-?) Weihnachtsstimmung.
Weihnachten ist populär, eine weltweite Institution des Privaten und Familiären, der sich kaum jemand entziehen kann. Je hektischer, grausamer und lauter das Leben ist, umso größer wird die Sehnsucht nach – ja was eigentlich? Stille, Besinnung, „heilige Zeit“? Fest, Freude, Feier? Etwas oder jemand?
Unser Gott, unser Glaube, unsere Kirche bieten uns mehr und tragfähigeres als glitzernde Romantik. Im Advent trainieren wir, aufmerksam der Wirklichkeit zu begegnen, die uns umgibt – und der wir entgegengehen: Gott selbst in Person.
Der Advent ist immer spannungsreich durch seine zwei Gesichtspunkte:
Der Herr ist bereits durch sein Menschwerden vor über 2000 Jahren in die Welt gekommen. Das feiern wir zu Weihnachten. Ihn erfahren wir in seinem Wort, in seinen Sakramenten und in der Gemeinschaft der Getauften.
Zugleich erwarten wir sein Wiederkommen am Ende aller Zeit. Dieser Aspekt steht in den Gottesdiensten bis zum 16. Dezember im Vordergrund.
Wir schauen also nicht nur zurück. Erwartungsvoll richten wir uns auch auf die Zukunft aus: die Vollendung unserer unvollkommenen Welt beim zweiten, endgültigen Kommen Jesu.
Keine Zeit im Jahr kennt mehr Bräuche: Adventkalender, Adventkranz, Adventkerzen, Barbarazweige, St. Nikolaus, Wohltaten für Bedürftige, süßes Gebäck und heiße Getränke... Vieles davon wird sinn-los vermarktet, der Unterschied von Advent und Weihnachten verschwindet aus dem Bewusstsein, und am 25. Dezember scheint „alles gelaufen“ und vorbei zu sein.
Nicht darüber jammern sondern selbst (-) bewusst durch den Advent voranschreiten und die Bräuche in Gemeinschaft pflegen!
Auf dem Weg hin zu Weihnachten und weiter durch die Weihnachtszeit können wir unsere Freude am Glauben erneuern. Freude lässt sich nicht mit einem Schalter einschalten. Sie ist eher wie Licht einer Kerze, erst klein, dann wachsend, flackernd irgendwann und strahlend. Im Advent kann Freude wachsen. Wenn sie es aber nicht tut, zwingen wir weder andere noch uns selbst zu „Weihnachtsfreude auf Knopfdruck“.
Auch wenn wir Freude nicht einfach machen können, so können wir uns doch für Freude entscheiden: Ob wir unseren Frustrationen nachhängen, uns in sie vergraben, oder ob wir uns öffnen wollen.
Mitten in der Nacht ist der Heiland geboren, der meine Wunden heilt, der Messias, der mich aus Enge ins Weite, in Freiheit führt, und der Herr, der milde herrschen möchte, damit ich nicht beherrscht werde von Erwartungen der anderen – und auch nicht von eigenen Bedürfnissen.
Diese Erfahrungen wünscht Ihnen Ihr Pfarrvikar
Bernhard Kollmann

Liebe Pfarrgemeinde!
Seit dem 14. September, das ist noch gar nicht so lange her, bin ich Kaplan in der Pfarre am Lainzerbach. Für meine Priesterweihe, die auch noch nicht lange her ist und Anfang September stattgefunden hat, habe ich mir einen Vers aus dem Neuen Testament als Leitwort ausgesucht:
«Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes, des Vaters» (Philipperbrief 2,11).
Es ist der letzte Vers des «Philipperhymnus» (Phil 2,5–11), der die Entäußerung und Verherrlichung Christi feiert. Im November bildet das Christkönigsfest den Abschluss des Kirchenjahres. Es ist ein guter Anlass, um darüber nachzudenken, was es eigentlich heißen könnte, dass Christus „Herr“ und „König“ ist.
Der erste Teil des Hymnus beschreibt vordergründig eine absteigende Bewegung: Christus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern wurde Mensch und wie ein Sklave. Das Überraschende ist aber: Diese Erniedrigung Gottes in Christus wird nicht als Scheitern oder Schwäche dargestellt, sondern als Grund seiner Verherrlichung. Christus ist Herr und Gott – nicht obwohl, sondern weil er sich zum Geringsten unter den Menschen gemacht hat.
Gerade darin erfahren wir etwas über Gott. Er ist nicht der ferne, unnahbare Herrscher, der sich gelegentlich zu uns herablässt, sondern einer, der immer schon mit uns ist. Seine Größe zeigt sich in seiner Nähe, seine Herrlichkeit in seiner Hingabe. Wenn wir sagen: „Christus ist der Herr“, dann sprechen wir von einem Herr-Sein, das in Liebe und Hingabe besteht. Wenn wir Christus «König» nennen, dann meinen wir ein paradoxes Königtum, das unsere weltlichen Vorstellungen davon, was Herrschaft bedeutet, bekehren und ins richtige Verhältnis rücken kann.
Paulus, der Autor des Philipperbriefs, stellt diesen Hymnus in einen konkreten Zusammenhang, nämlich das Zusammenleben in der christlichen Gemeinde: „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.“ (Phil 2,5) Es geht also nicht nur darum, wer Christus ist und wie Gott ist, sondern auch darum, wozu wir als Christen berufen sind. Allerheiligen, das andere große Fest im November, rückt die Menschen in den Fokus, die diese Orientierung in ihrem Leben wirklich werden gelassen haben und die Christus, dem König am Kreuz, nachgefolgt sind.
Ihr P. Manfred Grimm SJ

Liebe Pfarrgemeinde!
Von wegen die Kirche ist nicht attraktiv für die Jugend. Mit Beginn des
Schuljahres hat eine recht große Gruppe von Jugendlichen einer nahe
gelegenen Schule den Bereich um den Zürgelbaum für sich entdeckt.
Vorher waren es nur vereinzelte, die auf der Treppe zum KKH gejaust
haben.
Nun ist es eine frohe und lebendige Schar, die bei uns Pause macht,
spielt, käbbelt, isst und trinkt. Wissen Sie was käbbeln, kabbeln eigentlich heißt? Das Internet sagt mir, dass es in Österreich unbekannt ist.
Hier also die Bedeutung nach DWDS: „sich (meist über nicht sehr wichtige Dinge) streiten, ohne sich dabei gegenseitig ernsthaft zu verletzen,
zu beleidigen o. Ä.“. Sie können sich vorstellen, dass das nicht immer
leise zugeht. Und wenn es regnet, dann kann es passieren, dass die
Jugendlichen in der Kirche sitzen. Gekäbbelt wird dann nicht. Kirchenraum als heiliger Raum erschließt sich automatisch. Das ist doch
schön. Unser Ort strahlt etwas aus.
Vielleicht wird doch gegessen oder ins Handy geschaut. Normalerweise sollte das niemand stören und doch hat eine Person die Polizei
angerufen. Zwei Polizistinnen stand dann vor den Jugendlichen, denen
dann doch die Freud etwas vergangen war. Ich war schockiert, dass
jemand die Polizei gerufen hat. Eigentlich war ich stocksauer. Da finden Jugendliche den Weg in die Kirche, machen den Ort zu ihrem eigenen, wenn auch nicht ganz in der vorgesehenen Weise und es wird
ihnen gelohnt, indem die Polizei geholt wird. Wir haben das dann klarstellen können. Alle haben es am Ende sportlich genommen, bis auf
die Person, die die Polizei gerufen hat. Vielleicht hat sie sich jetzt enttäuscht abgewandt, was mir leid tut. Froh bin ich, dass die Jugendlichen immer noch da sind.
Wie sehen Sie das? Ich gehe davon aus, dass die wenigsten von uns
die Polizei verständigt hätten. Sind wir froh, dass Jugendliche in die
Kirche kommen, um sich auszuruhen, Freude miteinander zu haben?
Wie weit geht unsere Toleranz und auch unser missionarischer Eifer?
Die Jugendlichen grüßen freundlich und helfen mir, wenn ich etwas trage. Wir sind im Kontakt und ist das nicht das wichtigste? Wir reden mit
einander und wir gehen gut miteinander um.
Die Erzdiözese will Menschen in Kontakt mit Jesus bringen. Ich denke,
dass das genau auch dann passiert, wenn Kirche als lebenswert erfahren wird.
Zur Abrundung: Die Jugendlichen spenden ganz fleißig, indem
sie uns ihre Pfandflaschen überlassen.
Ihr P. Stefan Hengst SJ