Mitteilungsblatt September 2026

​Liebe alle!

Schulkinder und Pfarren haben mindestens eine Sache gemeinsam. Im September fängt es wieder an und auf den Juli freut man sich besonders. Eltern freuen sich vielleicht auf den September, denn dann hat alles wieder seine Ordnung und ein gewohnter Rhythmus setzt ein. Damit ist Anfang September nicht nur ein Datum, sondern ein das Alltagsleben verändernder Moment.

Anfang September ist für mich mit einem kleinen medizinischen Eingriff verbunden. Hoffentlich nur Veränderungen zum Guten. Das ist dann ein anderes Gefühl von Zeit, eines der einmaligen Veränderung auf ein Ziel zu. Beides gibt es, das lineare Empfinden und das zirkuläre. Beides kommt im Übrigen auch in der Bibel vor. Da ist die Geschichte des Volkes Israel unter den Richtern und Königen. Unter einem guten Anführer oder Anführerin (ja!) ging es gut, wirtschaftlicher Aufschwung und Frieden nach innen und außen. Dann fiel die Leitung und danach das Volk von Gott ab und das Elend brach herein, bis wieder ein König nach Gottes Bild erschien. Richter waren alle gut. In der richterlosen Zeit war das Volk unter der alleinigen Führung Gottes und das vergaßen sie dann langsam.

Nach diesem kleinen Exkurs schauen wir auf die Pfarre. Zirkulär bei uns ist z.B., dass wir im Oktober einen Flohmarkt veranstalten. Unsere Bitten dazu sind auch zirkulär. Wollen Sie mithelfen? Oder etwas backen oder kochen? Aber vor allem ist es zirkulär, dass wir auf Schnäppchenjagd gehen. Etwas anderes sich Wiederholendes sind die Pfarrcafés. Darauf freuen wir uns nach dem Sommer und auch hier kann man mitmachen. Man könnte eine Freund:in fragen und mit ihr/ihm zusammen ein Pfarrcafé ausrichten. Dann passiert nämlich noch ein zweites, dass zu dem Zirkulären das Lineare hinzutritt. Man hat ein Pfarrcafé gestaltet, für viele gearbeitet, mit vielen gesprochen und steht ganz anders in der Mitte der Pfarre. Das ist neu, schön und geht in eine Richtung.

Zirkuläre Dinge die einen nicht richtig berühren werden nicht zu linearen. Wenn man zum Mond will, dann kreist man um die Erde (zirkulär), zündet dann im richtigen Moment und dann geht es mit dem richtigen Schwung zum Mond. Von alleine geht das nicht. In der biblischen Geschichte ist es Gott, der immer wieder Richter beruft. Es braucht diesen extra Schwung. Diesen extra Schwung hat man manchmal schon in sich, aber er muss geweckt werden.
Wie jedes Jahr haben wir Firmung und jeden Monat gibt es eine Geburtstagsjause. Same same, aber diesmal vielleicht mir Ihnen? Erleben Sie die Veränderung. Machen Sie mit. Raus aus dem Kreis und in eine Richtung. Im letzten Jahr hat unsere liebe Hermine diesen Schwung entdeckt und war mit fast neunzig Jahren bei der Firmvorbereitung dabei. Wie aufwändig das Engagement ist, entscheiden sie selbst. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen.
Es grüßt Sie Ihr P. Stefan Hengst