Mitteilungsblatt Jänner 2026

Liebe Pfarre

Liebe Pfarre,

Wie steht es mit den Neujahrsvorsätzen? Wenn
Sie unser Blatt schon im Dezember lesen, dann haben Sie vielleicht noch etwas
vor. Wenn Sie es aber erst im Jänner in Händen halten, dann ist der ganze Hype
um den Jahreswechsel auch schon wieder ‚kalter Kaffee‘ (in Deutschland ist das
eine Redewendung, wobei in Österreich eher ‚Schnee von gestern‘ verwendet
wird).
Mir kommt es so vor, dass wir schon im Dezember
ganz viel Neues gewagt haben. Aktionen von der Jugend und in der Jugend –
einfach super. Orgelprojekt gestartet – großartig. Rorate-Messen am Abend mit
Punsch und Besinnung – gut angenommen. Was bleibt da für 2026?
Der Pfarrer hatte die Hoffnung, dass Routine
einsetzt. Im guten Sinn ein dynamischer Trott. Ein Mitbruder hat mir diesen
Zahn gezogen. Er sagte, dass es in der Pfarre nie eine Routine geben kann,
vielleicht nur eine bessere Anpassung an die Veränderungen. Und so haben wir
auch für 2026 wieder einiges in Vorbereitung. Es ist ein Besinnungs-nachmittag
in der Fastenzeit geplant. Ein neues Pixibuch erscheint. Wir wollen an der
Sichtbarkeit der Kanzlei und unserer anderen Räume arbeiten. In der Buchhaltung
wollen wir Dinge anders machen. Dieses Mitteilungsblatt wird mit einer anderen
Software geschrieben. Die Geburtstagskinder erhalten Marmelade und keinen Sekt
mehr. Die Statuen von Jesus und Maria sollen wieder Kronen bekommen.
Im Sommer wird die Pfarrkanzlei zweimal
umziehen, weil der Umbau des KKH auch uns betrifft. Der Kirtag soll ein
ÖKO-Event werden. Vielleicht gibt es endlich die neue Webpage. Über eine
Podcast-Serie wird auch schon gesprochen. Und das sind nur die Sachen, über die
wir uns zu sprechen schon trauen.
Ist das zu viel? Wir denken nicht. Verkündigung
ist auch Öffentlichkeits-arbeit und viele der Aktionen sind direkt nach Außen
gerichtet. Und der Pfarrer ist ein Ingenieur. Zu diesem Berufsbild gehört das
Erfinden. Interessant sind im Baugeschäft die Sondervorschläge und klar, dann
gehört das Abarbeiten auch zum Job. Haben Sie eher Lust auf Neues,
Risikoreiches, Spannendes oder eher auf das Bewährte, das man mit viel Liebe
weiterentwickelt und so Heimat ist?
Aber eigentlich geht es gar nicht so darum,
dass die Pfarre macht, was der Pfarrer will. Vielleicht kommen wir 2026 ins
Gespräch darüber, was wir wollen. Ein Freund gab den Hinweis, dass das auch
sehr vielfältig sein kann. Eine Sektion des Notwendigen, ein Bereich der
Alleinstell-ungsmerkmale und dann die Ideen-Werkstatt. Werden wir uns in der
Ideen-Werkstatt treffen?
Ihr Pfarrer Stefan
Hengst SJ